Wie viel Löschwasser braucht ein Baugebiet, und was geben die Entnahmestellen im Umkreis tatsächlich her? Das Werkzeug ermittelt den Grundschutz nach dem DVGW-Arbeitsblatt W 405 und hält ihn gegen den vorhandenen Bestand – gerechnet je Rohrstrang, damit zwei Hydranten an derselben Leitung nicht doppelt zählen.
Der Bedarf ergibt sich aus der baulichen Dichte – Geschossflächenzahl und Zahl der Vollgeschosse – und der Gefahr der Brandausbreitung. Die Voreinstellung reicht von 400 l/min bei lockerer eingeschossiger Bebauung bis 3.200 l/min bei dichter Bebauung mit hoher Brandlast; das entspricht 24 bis 192 m³/h. Die Löschzeit ist mit zwei Stunden vorbelegt.
Gegengerechnet wird, was die Entnahmestellen im gewählten Umkreis liefern. Entscheidend ist dabei nicht die Zahl der Hydranten, sondern die Ergiebigkeit des Rohrstrangs: Eine Ringleitung DN 100 gibt rund 800 l/min her, dieselbe Nennweite als Stichleitung nur die Hälfte. Mehrere Hydranten am selben Strang teilen sich diese Menge.
Neben dem Rohrnetz lassen sich Löschwasserbehälter, offene Gewässer, Zisternen und Saugstellen erfassen. Der Bestand aus dem Hydrantenübungs-Trainer wird, wenn er im selben Browser liegt, direkt übernommen.
Ergebnis ist die Deckungslücke in Litern je Minute – und daraus eine Stellungnahme, die als PDF an die Gemeinde oder in den Feuerwehrbedarfsplan gehen kann. Alle Richtwerte sind einsehbar und lassen sich an die Vorgaben des eigenen Landes anpassen.
Nein. Maßgeblich sind die geltende Fassung des DVGW-Arbeitsblatts W 405, die Angaben des Wasserversorgers und die Vorgaben des Landes. Das Werkzeug rechnet nachvollziehbar vor und bereitet die Stellungnahme auf.
Weil die Leitung die Grenze setzt, nicht der Hydrant. Zwei Unterflurhydranten an derselben Stichleitung liefern zusammen nicht mehr als die Leitung hergibt – wer sie einzeln addiert, rechnet sich den Grundschutz schön.
Aus dem Leitungsplan des Wasserversorgers. Ist die Angabe unbekannt, sollte konservativ die Stichleitung angesetzt werden.
Die Bedarfstabelle nach baulicher Dichte und Brandausbreitungsgefahr (400 bis 3.200 l/min), die Ergiebigkeit je Nennweite von DN 80 bis DN 300, ein Umkreis von 300 Metern und zwei Stunden Löschzeit. Alles lässt sich ändern.
Ja. Was der Hydrantenübungs-Trainer in diesem Browser gespeichert hat, steht sofort als Entnahmestellen zur Verfügung.
Die Auswertung ist genau dafür gedacht: Bedarf, vorhandene Menge und Deckungslücke je Gebiet, als Ausdruck mit Karte und Rechenweg.