Wie viele Verstärkerpumpen braucht die Strecke, und wo müssen sie stehen? Der Wasserförderungs-Rechner rechnet Reibungs- und Höhendruckverlust einer Förderstrecke, bestimmt die nötigen Pumpen und setzt ihre Standorte auf die Karte – mit Druckverlauf und Abschnittstabelle zum Mitnehmen. Wo keine Leitung liegt, rechnet er stattdessen den Pendelverkehr: Umlaufzeit, Förderleistung und die Zahl der Tanklöschfahrzeuge, die den Bedarf tatsächlich deckt.
Der Reibungsverlust wird quadratisch zum Durchfluss angesetzt: Δp = k · (Q/100)² · L/100, mit dem Durchfluss Q in l/min und der Länge L in Metern. Der Beiwert k hängt am Schlauchdurchmesser – zur Wahl stehen A mit 110 mm, B mit 75 mm und C mit 52 mm.
Dazu kommt der Höhendruckverlust aus dem Geländeprofil: 10 Meter Höhenunterschied entsprechen 1 bar. Steigung kostet Druck, Gefälle gibt ihn zurück – bei einer Strecke ins Tal ist deshalb eher der zulässige Höchstdruck das Problem als der Ausgangsdruck.
Aus Eingangsdruck, zulässigem Betriebsdruck und dem geforderten Restdruck am Strahlrohr ergibt sich, nach wie vielen Metern eine Verstärkerpumpe stehen muss. Die Standorte werden auf der Karte gesetzt, sodass geprüft werden kann, ob dort überhaupt ein Fahrzeug stehen kann.
Ergebnis sind Druckverlauf über die Strecke, eine Abschnittstabelle je Pumpe und ein Ausdruck für die Einsatzunterlage oder die Übungsvorbereitung.
Nicht jede Strecke wird verlegt. Steht kein Schlauchmaterial in der Länge bereit, führt der Weg über eine Steigung oder muss die Straße befahrbar bleiben, fahren Tanklöschfahrzeuge im Kreis: füllen, hinfahren, abgeben, zurück. Der Rechner beantwortet dafür die eine Frage, an der solche Übungen scheitern – wie viele Fahrzeuge es wirklich braucht.
Grundlage ist die Umlaufzeit: Füllzeit plus Rüstzeit an der Entnahmestelle, Hinfahrt, Abgabezeit plus Rüstzeit an der Einsatzstelle, Rückfahrt. Ein Fahrzeug fördert damit Tankinhalt geteilt durch Umlaufzeit – ein TLF 3000, das elf Minuten für den Umlauf braucht, bringt keine 300 l/min. Die Zahl der Fahrzeuge vervielfacht diesen Wert.
Begrenzt wird das von der Füll- und der Abgabestelle: Solange dort nur ein Fahrzeug gleichzeitig bedient werden kann, nützt das siebte Fahrzeug nichts mehr, es steht in der Schlange. Der Rechner weist diese Grenze getrennt aus und sagt, welche der beiden Stellen zuerst dicht ist. Für die Fahrzeit wird die Kartenlänge um einen Umweg-Zuschlag erhöht, weil die Straße länger ist als die Luftlinie, und mit getrennten Durchschnittsgeschwindigkeiten für beladen und leer gerechnet.
Der Pendelplan zeigt die Fahrzeuge gegeneinander versetzt über der Zeitachse. Daran wird ablesbar, in welchem Takt Wasser an der Einsatzstelle ankommt und wie lange der Faltbehälter die Lücke bis zum ersten Fahrzeug allein tragen muss.
Quadratisch zum Durchfluss nach Δp = k · (Q/100)² · L/100. Der Beiwert k ist je Schlauchdurchmesser hinterlegt; für die B-Leitung ergeben sich damit die aus der Ausbildung bekannten Größenordnungen.
Ja. A-, B- und C-Schlauch sind hinterlegt. Für lange Wegstrecken ist die B-Leitung der Regelfall; A wird bei sehr großen Fördermengen interessant.
Mit 1 bar je 10 Meter. Steigungen erhöhen den Druckbedarf, Gefälle senkt ihn – und kann den zulässigen Betriebsdruck am Fuß der Strecke zum begrenzenden Faktor machen.
So viele, dass zwischen zwei Pumpen weder der zulässige Betriebsdruck überschritten noch der geforderte Restdruck unterschritten wird. Das Werkzeug rechnet die Zahl aus und schlägt die Standorte vor.
Es ersetzt das Nachschlagen. Die Faustformeln aus der Ausbildung bleiben richtig – der Rechner rechnet dieselbe Strecke nur mit den tatsächlichen Längen, Höhen und Fördermengen durch.
Ja. Die Förderstrecke wird auf der Karte gezeichnet; Länge und Verlauf ergeben sich daraus direkt.
So viele, dass Tankinhalt geteilt durch Umlaufzeit mal Fahrzeugzahl den Wasserbedarf deckt. Bei 2.000 l Tank, elf Minuten Umlauf und 400 l/min Bedarf sind das drei Fahrzeuge – vorausgesetzt, Füll- und Abgabestelle geben diese Menge überhaupt her.
Sobald die Füll- oder die Abgabestelle die Grenze setzt. Kann dort nur ein Fahrzeug gleichzeitig bedient werden, ist bei Tankinhalt geteilt durch Füll- beziehungsweise Abgabezeit Schluss; jedes weitere Fahrzeug wartet nur. Der Rechner nennt diese Zahl und die Stelle, an der es hängt.
Weil die Straße länger ist als die Luftlinie. Der Umweg-Zuschlag bildet das ab – im Ort 20 bis 30 Prozent, im Gelände auch deutlich mehr. Gerechnet wird außerdem mit Durchschnittsgeschwindigkeiten über die ganze Strecke, nicht mit der Höchstgeschwindigkeit.
Der Reibungsverlust wird quadratisch zum Durchfluss gerechnet: Δp = k · (Q/100)² · L/100 mit Q in l/min und L in m. Die Beiwerte k sind an die Verlusttabellen der Löschwasserförderung angelehnt (A 0,0035 · B 0,022 · C 0,325 bar je 100 m).
Der Höhendruck wird mit 0,1 bar je Meter angesetzt und gleichmäßig auf die Strecke verteilt. Eine Verstärkerpumpe wird gesetzt, sobald der Druck sonst unter den Mindest-Eingangsdruck fallen würde.
Der Pendelverkehr rechnet die Umlaufzeit aus Füllen, Hinfahrt, Abgeben und Rückfahrt. Ein Fahrzeug bringt damit Tankinhalt ÷ Umlaufzeit je Minute; die Zahl der Fahrzeuge vervielfacht das, begrenzt durch Füll- und Abgabestelle.
Die Werte sind eine Planungshilfe für den Übungsdienst und ersetzen keine Berechnung nach Herstellerangaben. Schlauchalter, Kupplungen und Armaturen bleiben unberücksichtigt – im Einsatz mit Reserve planen.
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Die Kartenelemente liegen anschließend auf der Einsatzkarte der Kräfte – die Förderstrecke als Linie, die Pumpenstandorte an ihrer berechneten Stelle.
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