TT.MM.JJJJ HH:MM.
Welcher Anteil des Gemeindegebiets wird in der Hilfsfrist erreicht, und wo liegen die weißen Flecken? Die Hilfsfristen-Karte legt ein Raster über das Gebiet, holt für jede Zelle die Fahrzeit vom Gerätehaus und zeigt den Deckungsgrad – Zahlen, mit denen sich im Gemeinderat argumentieren lässt.
Zuerst wird das Gemeindegebiet abgegrenzt und mit einem Raster überzogen. Für jede Zelle wird die Fahrzeit vom Standort des Gerätehauses über einen öffentlichen Routing-Dienst abgefragt – gerechnet wird also auf dem echten Straßennetz, nicht mit Luftlinie und Daumenwert.
Zur Fahrzeit kommen die Zeitanteile davor: Ausrückezeit und, je nach Landesvorgabe, Melde- und Dispositionszeit. Erst daraus ergibt sich die Hilfsfrist, die in der eigenen Vorschrift steht.
Das Ergebnis ist eine eingefärbte Karte plus Kennzahl: Wie viel Prozent des besiedelten Gebiets liegen innerhalb der Frist? Wo sind die Lücken – und liegen dort überhaupt Wohngebäude?
Ein zweiter Standort lässt sich probeweise setzen. Die Karte rechnet neu und zeigt, wie viel Deckungsgrad ein zusätzliches Gerätehaus oder ein verlegter Standort tatsächlich bringt.
Das regelt jedes Bundesland selbst, teils zusätzlich die Gemeinde. Die Frist und ihre Bestandteile lassen sich deshalb frei einstellen – Voreinstellungen sind nur ein Ausgangspunkt.
Sie stammen aus einem öffentlichen Routing-Dienst auf Basis von OpenStreetMap und bilden das reale Straßennetz ab. Sonderrechte, Tageszeit und Wetter kann kein Routing abbilden – die Karte zeigt Vergleichsfahrzeiten, keine Garantien.
Nein, aber es liefert einen zentralen Baustein daraus. Der Bedarfsplan wird von der Gemeinde beschlossen; die Erreichbarkeitsanalyse ist die Grundlage für die Diskussion über Standorte.
Für jede Rasterzelle wird eine Fahrzeit abgefragt. Der öffentliche Routing-Dienst wird dabei bewusst schonend in Paketen und mit Pausen angesprochen, damit er nicht überlastet wird.
Ja. Genau dafür ist die Vergleichsfunktion gedacht: Standort setzen, neu rechnen, den Gewinn an Deckungsgrad ablesen.
OpenStreetMap für Karte und Routing. Es wird kein kostenpflichtiges Kartenmaterial benötigt.