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Hilfsfrist
Betrachtetes Gebiet
Die Gemeindegrenze kommt aus OpenStreetMap. Ohne Grenze wird ein Umkreis um den ersten Standort betrachtet — die Flächenangabe ist dann weniger aussagekräftig.
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Zeitannahmen
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Was die Fahrzeit hier ist — und was nicht. Gerechnet wird mit dem Pkw-Profil des öffentlichen Routing-Dienstes: normale Fahrt, ohne Sonderrechte, ohne Tageszeit, ohne Wetter, ohne Bahnübergang. Der Faktor rechnet das pauschal um; 1,00 lässt die Fahrzeit unverändert und ist die vorsichtige Annahme. Wer mit Sonderrechten rechnet, setzt ihn tiefer und schreibt das in den Bedarfsplan dazu. Die Definition der Hilfsfrist ist Landesrecht und unterscheidet sich — prüfe, ab welchem Zeitpunkt sie in deinem Land zählt.
Gemessene Einsätze
Einsatzliste als CSV hierher ziehen oder antippen Erwartet werden die Spalten Erst-Alarmierung, Übernommen, Am Einsatzort, Koordinaten N und Koordinaten E — so, wie sybos sie ausgibt. Semikolon oder Komma als Trennzeichen, Datum als TT.MM.JJJJ HH:MM.
Was diese Zahlen sind. Gemessen wird ab der Erst-Alarmierung — eine Dispositionszeit davor steckt nicht in der Datei und wird mit dem oben eingestellten Wert davorgerechnet. Ob „Übernommen" bei euch das Ausrücken bedeutet oder schon die Zusage am Melder, hängt an der Einstellung eurer Leitstelle; prüfe das, bevor du den Wert als Ausrückezeit übernimmst. Die Datei wird im Browser gelesen und nicht hochgeladen; ins PDF gehen nur die Kennzahlen, keine einzelnen Einsatzorte. Einzige Ausnahme: wer den Faktor ableiten lässt, schickt dafür die Einsatzkoordinaten an den öffentlichen Routing-Dienst — sonst gäbe es keine Vergleichsfahrzeit.
Standorte
Karte
Erreichbarkeit
Fachliche Grenze — vor jeder Vorlage lesen. Das ist eine Planungshilfe, kein Gutachten und kein Feuerwehrbedarfsplan. Die Fahrzeiten stammen aus einem öffentlichen Routing-Dienst mit Pkw-Profil und einem allgemeinen Straßenmodell; Ausrücke- und Dispositionszeit sind deine Annahmen, nicht gemessene Werte. Wie die Hilfsfrist in deinem Bundesland definiert ist, ab wann sie zählt und welcher Erfüllungsgrad gefordert wird, regelt Landesrecht. Für eine belastbare Bedarfsplanung gehören gemessene Ausrückezeiten und die Einsatzdaten der Leitstelle dazu.

Hilfsfrist und Erreichbarkeit im Gemeindegebiet prüfen

Welcher Anteil des Gemeindegebiets wird in der Hilfsfrist erreicht, und wo liegen die weißen Flecken? Die Hilfsfristen-Karte legt ein Raster über das Gebiet, holt für jede Zelle die Fahrzeit vom Gerätehaus und zeigt den Deckungsgrad – Zahlen, mit denen sich im Gemeinderat argumentieren lässt.

Wie die Karte entsteht

Zuerst wird das Gemeindegebiet abgegrenzt und mit einem Raster überzogen. Für jede Zelle wird die Fahrzeit vom Standort des Gerätehauses über einen öffentlichen Routing-Dienst abgefragt – gerechnet wird also auf dem echten Straßennetz, nicht mit Luftlinie und Daumenwert.

Zur Fahrzeit kommen die Zeitanteile davor: Ausrückezeit und, je nach Landesvorgabe, Melde- und Dispositionszeit. Erst daraus ergibt sich die Hilfsfrist, die in der eigenen Vorschrift steht.

Das Ergebnis ist eine eingefärbte Karte plus Kennzahl: Wie viel Prozent des besiedelten Gebiets liegen innerhalb der Frist? Wo sind die Lücken – und liegen dort überhaupt Wohngebäude?

Ein zweiter Standort lässt sich probeweise setzen. Die Karte rechnet neu und zeigt, wie viel Deckungsgrad ein zusätzliches Gerätehaus oder ein verlegter Standort tatsächlich bringt.

Häufige Fragen

Welche Hilfsfrist gilt bei uns?

Das regelt jedes Bundesland selbst, teils zusätzlich die Gemeinde. Die Frist und ihre Bestandteile lassen sich deshalb frei einstellen – Voreinstellungen sind nur ein Ausgangspunkt.

Wie genau sind die Fahrzeiten?

Sie stammen aus einem öffentlichen Routing-Dienst auf Basis von OpenStreetMap und bilden das reale Straßennetz ab. Sonderrechte, Tageszeit und Wetter kann kein Routing abbilden – die Karte zeigt Vergleichsfahrzeiten, keine Garantien.

Ersetzt das den Feuerwehrbedarfsplan?

Nein, aber es liefert einen zentralen Baustein daraus. Der Bedarfsplan wird von der Gemeinde beschlossen; die Erreichbarkeitsanalyse ist die Grundlage für die Diskussion über Standorte.

Warum dauert die Auswertung eine Weile?

Für jede Rasterzelle wird eine Fahrzeit abgefragt. Der öffentliche Routing-Dienst wird dabei bewusst schonend in Paketen und mit Pausen angesprochen, damit er nicht überlastet wird.

Kann ich einen zweiten Standort durchspielen?

Ja. Genau dafür ist die Vergleichsfunktion gedacht: Standort setzen, neu rechnen, den Gewinn an Deckungsgrad ablesen.

Welche Kartengrundlage wird genutzt?

OpenStreetMap für Karte und Routing. Es wird kein kostenpflichtiges Kartenmaterial benötigt.