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Welcher Anteil des Gemeindegebiets wird in der Hilfsfrist erreicht, und wo liegen die weißen Flecken? Die Hilfsfristen-Karte legt ein Raster über das Gebiet, holt für jede Zelle die Fahrzeit vom Gerätehaus und zeigt den Deckungsgrad – Zahlen, mit denen sich im Gemeinderat argumentieren lässt.
Zuerst wird das Gemeindegebiet abgegrenzt und mit einem Raster überzogen. Für jede Zelle wird die Fahrzeit vom Standort des Gerätehauses über einen öffentlichen Routing-Dienst abgefragt – gerechnet wird also auf dem echten Straßennetz, nicht mit Luftlinie und Daumenwert.
Zur Fahrzeit kommen die Zeitanteile davor: Ausrückezeit und, je nach Landesvorgabe, Melde- und Dispositionszeit. Erst daraus ergibt sich die Hilfsfrist, die in der eigenen Vorschrift steht.
Das Ergebnis ist eine eingefärbte Karte plus Kennzahl: Wie viel Prozent des besiedelten Gebiets liegen innerhalb der Frist? Wo sind die Lücken – und liegen dort überhaupt Wohngebäude?
Ein zweiter Standort lässt sich probeweise setzen. Die Karte rechnet neu und zeigt, wie viel Deckungsgrad ein zusätzliches Gerätehaus oder ein verlegter Standort tatsächlich bringt.
Bei einer freiwilligen Wehr ist die Wache nicht besetzt. Die Ausrückezeit ist deshalb selbst eine Fahrzeit: Jedes Mitglied fährt erst vom Wohnort oder Arbeitsplatz zum Gerätehaus, mit dem eigenen Auto und nach StVO. Erst wenn die Mindeststärke beisammen ist, rückt das Fahrzeug aus.
Dafür setzt du die Mitglieder als Punkte auf die Karte, ohne Namen und auf 100 m gerundet, und gibst je Mitglied an, wie wahrscheinlich es tagsüber und nachts verfügbar ist. Das Werkzeug fragt die Fahrzeiten zum Gerätehaus ab und lost dann viele Tausend Male aus, wer kommt. Maßgeblich ist jeweils das Mitglied, mit dem die Mindeststärke voll ist – nicht der Durchschnitt aller.
Heraus kommen der Median und der Wert, den 90 % der Durchläufe schaffen, getrennt für Tag und Nacht, dazu der Anteil, in dem die Mindeststärke gar nicht zustande kommt. Die Tabelle zeigt, welche Mitglieder am häufigsten über das Ausrücken entscheiden. Den 90-%-Wert übernimmt ein Klick als Ausrückezeit in die Karte.
Das regelt jedes Bundesland selbst, teils zusätzlich die Gemeinde. Die Frist und ihre Bestandteile lassen sich deshalb frei einstellen – Voreinstellungen sind nur ein Ausgangspunkt.
Sie stammen aus einem öffentlichen Routing-Dienst auf Basis von OpenStreetMap und bilden das reale Straßennetz ab. Sonderrechte, Tageszeit und Wetter kann kein Routing abbilden – die Karte zeigt Vergleichsfahrzeiten, keine Garantien.
Nein, aber es liefert einen zentralen Baustein daraus. Der Bedarfsplan wird von der Gemeinde beschlossen; die Erreichbarkeitsanalyse ist die Grundlage für die Diskussion über Standorte. Die Ergebnisse sind keine rechtlich verbindliche Aussage über die Hilfsfrist. Als Grundlage einer Entscheidung sollten sie durch eine Fachplanung mit gemessenen Einsatzdaten geprüft werden.
Für jede Rasterzelle wird eine Fahrzeit abgefragt. Der öffentliche Routing-Dienst wird dabei bewusst schonend in Paketen und mit Pausen angesprochen, damit er nicht überlastet wird.
Weil die Fahrt zum Gerätehaus eine Privatfahrt ist. Der Faktor für Sonderrechte gilt nur für die Fahrt vom Gerätehaus zum Einsatzort. Genau deshalb wirken Tempolimits und Ampeln bei einer freiwilligen Wehr vor allem auf dem Weg zum Gerätehaus.
Sie bleiben im Browser. Für die Fahrzeit gehen die auf 100 m gerundeten Punkte ohne Namen und ohne Kürzel an den öffentlichen Routing-Dienst. Ins PDF kommen nur die Kennzahlen, kein einzelnes Mitglied.
Ja. Genau dafür ist die Vergleichsfunktion gedacht: Standort setzen, neu rechnen, den Gewinn an Deckungsgrad ablesen.
OpenStreetMap für Karte und Routing. Es wird kein kostenpflichtiges Kartenmaterial benötigt.