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Waldbrand-Führungskarte

Ein Lagebild, an dem mehrere Führungsstellen gleichzeitig arbeiten — mit den taktischen Zeichen der Fachempfehlung @fire FE-07-25, nutzbar auch ohne Verbindung, und mit einem Ausdruck für den Punkt, an dem es zurück auf Papier geht.

Bis August 2026 hieß dieses Werkzeug Gemeinsame Lage. Der Name ist neu, die Adresse lage.html und alle laufenden Lagen bleiben unverändert.

Was dieses Werkzeug nicht ist

Es ist eine Lagedarstellung, keine Führungsunterstützung im Rechtssinn und keine Alarmierung. Es enthält bewusst keine Atemschutzüberwachung. Alles, wovon unmittelbar Leben abhängt, darf nicht daran hängen, dass ein Browserfenster offen bleibt. Es bildet ab, was Führungsstellen eingetragen haben — nicht, was ist.

Inhalt
  1. Lage anlegen und beitreten
  2. Was kostet, und was nicht
  3. Die eigene Führungsstelle benennen
  4. Taktische Zeichen setzen
  5. Ändern, verschieben, streichen
  6. Bilder aus dem Einsatzraum
  7. Karten: Reiter, Themen, Abschnitte, eigene Ansichten
  8. Meine Sicht: was ausgeblendet wird
  9. Zeitverlauf
  10. Arbeiten ohne Verbindung
  11. Auszug und Bericht
  12. Karte drucken: A4 bis A1
  13. Lage beenden
  14. Sichern und Einlesen
  15. Dasselbe Feuer auf drei Führungsstufen
  16. Daten, Zugang, Löschung

1 · Lage anlegen und beitreten

Beim ersten Öffnen steht ein Hinweis, der einmal bestätigt werden muss. Er beschreibt, was das Werkzeug leistet und was nicht — und wird erneut vorgelegt, wenn sich daran etwas Inhaltliches ändert.

Hinweisfenster beim ersten Öffnen
Der Hinweis beim ersten Öffnen. Er lässt sich nicht mit Escape wegwischen — ein weggewischter Hinweis wäre keine Kenntnisnahme.

Danach zwei Wege: eine neue Lage anlegen oder einer bestehenden mit dem Zugangscode beitreten.

Einstieg: beitreten oder anlegen
Wer anlegt, bekommt den Code und gibt ihn weiter.

Der Code hat zwölf Zeichen und enthält kein I, O, 0 und 1 — die werden am Funk verwechselt. Weitergeben lässt er sich als QR-Code, als Link oder buchstabiert über Funk.

Beitrittsfenster mit QR-Code und Link
Der QR führt direkt in die Lage. Der Link steht darunter im Klartext — ein QR, den ein Gerät nicht liest, kostet an der Einsatzstelle mehr Zeit als gar keiner.

Es gibt kein Konto und kein Kennwort

Wer den Code hat, sieht die Lage und kann darin schreiben. Geben Sie ihn nur an die Stellen weiter, die ihn brauchen. Das ist eine bewusste Entscheidung: An der Einsatzstelle wird keine Kennwortverwaltung bedient.

Von einer Lage in die nächste

Ein Gerät hält immer genau eine Lage. Tippen Sie den Beitrittslink einer anderen Lage an oder scannen Sie deren QR, wird gewechselt: Die vorige verschwindet vom Bildschirm, ihre Zeichen stehen nicht neben den neuen. Zurück kommen Sie jederzeit über ihren Zugangscode — auf dem Server bleibt sie unverändert stehen.

Warten beim Wechsel noch Einträge auf die Übertragung, werden sie zuerst in ihre Lage nachgereicht. Geht das ohne Verbindung nicht, fragt das Werkzeug nach, statt sie stillschweigend fallen zu lassen — oder, schlimmer, in die falsche Lage zu schreiben.

2 · Was kostet, und was nicht

Eine Regel, ein Satz: Anlegen kostet, Mitmachen ist frei.

WasBraucht einen Schlüssel?
Eine neue Lage anlegenja
Eine Sicherung einlesen (dabei entsteht ebenfalls eine Lage)ja
Einer Lage mit dem Zugangscode beitretennein
Zeichen setzen, ändern, streichen, Bilder hochladennein
Auszug, Bericht, Kartendruck, Sichern, Prüfennein
Die Lage beendennein

Der Grund steht in der Sache selbst: Eine Lage entsteht einmal je Einsatz, an der Führungsstelle. Ihr beitreten und darin arbeiten tun die zwanzig Geräte an der Einsatzstelle — und keines davon darf je vor einer Bezahlschranke stehen. Wer mit dem Zugangscode dazukommt, hat mit der Lizenz der anlegenden Wehr nichts zu tun und weiß oft nicht einmal, dass es eine gibt.

Eine begonnene Lage läuft zu Ende

Die Prüfung greift nur beim Anlegen, nie beim Eintragen. Läuft der Schlüssel mitten im Einsatz ab, arbeitet die Lage bis zu ihrem Ende weiter — mit allen Einträgen, Karten und Berichten. Ein Einsatz darf nicht an einem Ablaufdatum sterben.

Ansehen und erproben, ohne zu kaufen

Der Schlüssel wird einmal auf der Startseite unter „Lizenz" eingetragen und gilt dann für alle Werkzeuge in diesem Browser; über den Einrichtungs-Link kommt er auf die übrigen Geräte der Wehr. Auf einer selbst betriebenen Anlage und überall, wo kein Signaturgeheimnis hinterlegt ist, entfällt die Prüfung ganz — dort ist auch das Anlegen frei. Was eine Lizenz kostet und umfasst, steht auf der Seite Preise & Lizenz.

3 · Die eigene Führungsstelle benennen

Über 👤 Meine Stelle tragen Sie ein, wie Ihre Führungsstelle heißt — etwa ELW 1 Kressbronn oder EA Nord. Diese Angabe steht an jedem Eintrag, den Sie anlegen.

Ohne sie steht dort „unbekannt“, und ein Eintrag, von dem niemand weiß, wer ihn gemeldet hat, ist bei der Rückfrage wertlos.

4 · Taktische Zeichen setzen

Zeichen wählen, dann in die Karte klicken. Bei Linien und Flächen Punkt für Punkt, dann abschließen.

Karte mit taktischen Zeichen und Knopfreihe
Die Karte mit gesetzten Zeichen. Über ihr die Reiterleiste (siehe Abschnitt 7), darunter der Knopf für Bilder, der Verschiebemodus, 〰 Verlauf ändern und die Zeichenreihe — alles über der Karte, damit man zwischen Wählen und Setzen nicht scrollen muss. Die Reihe ist in der Höhe begrenzt und rollt in sich; ⌄ alle Zeichen klappt sie ganz auf.

Wenn mehrere Zeichen übereinanderliegen

Im Einsatz liegt vieles an derselben Stelle: zwei Meldungen zur selben Wegkreuzung, der Riegel entlang des Brandsaums, die Marke des Abschnittsführers auf der Fläche seines Abschnitts. Ein Antippen trifft dann nicht einfach das oberste Zeichen — es kommt ein Auswahlfenster mit allem, was dort liegt. Wer eines davon wählt, bekommt dessen Kartenfenster mit den Knöpfen ✥ verschieben und 〰 Verlauf ändern.

Auswahlfenster mit drei übereinanderliegenden Zeichen
Gefragt wird nur unter Gleichrangigen: Ein Tipp auf eine Marke, eine Linie oder eine Flächenkante wird gegen andere Marken, Linien und Kanten in der Nähe abgewogen — nicht gegen die Fläche, in der das alles liegt. Ein Tipp mitten in eine Fläche wiegt gegen die anderen Flächen an dieser Stelle. Deshalb kommt bei einer Marke, die in einem Einsatzabschnitt steht, keine Frage.
Übersicht aller taktischen Zeichen
Alle Zeichen, in der Reihenfolge der Knopfreihe. Die Grammatik ist immer dieselbe: Kreis = Stelle, rotes Dreieck mit Spitze oben = Gefahr, blaues Dreieck mit Spitze unten = Maßnahme, darin das Sinnbild. Brand, Führungsstelle und Einheit kommen aus dem gemeinfreien Zeichensatz des Bevölkerungsschutzes — dort sind sie festgelegt, und ein selbst gemaltes Tanklöschfahrzeug wäre schlechter als das amtliche.
ZeichenBedeutung
AnkerpunktStelle, an der die Brandbekämpfung sicher begonnen werden kann
RettungswegPunkte an Wegkreuzungen setzen — dort entstehen die Verwechslungen
SicherheitszoneAm Ende eines Rettungswegs. Wie groß sie sein muss, richtet sich nach der Zahl der Kräfte im Abschnitt
TriggerpunktErreicht das Feuer diesen Punkt, wird zurückgezogen — nicht erst nach Rückfrage
LuftfahrzeugeinsatzGeplanter oder laufender Abwurf. Wer darunter steht, muss es wissen
Löschwasser mit HubschraubernVersorgung über Löschwasserbehälter von Hubschraubern
SpotfeuerBrand abseits der Hauptbrandstelle durch Funkenflug oder Flugfeuer
WasserentnahmeStelle, an der Löschwasser entnommen und fortgeleitet werden kann
WasserübergabepunktStelle, an der Wasser von einem Transportmittel an ein anderes übergeben und zwischengespeichert wird
WasseraufnahmepunktStelle, an der Luftfahrzeuge Löschwasser aufnehmen können
BrandsaumDer Rand des Brandes — die einzige Zeichenart mit eigener Richtungsangabe
VerteidigungslinieDie Linie, an der gehalten werden soll. Womit verteidigt wird, gehört dazugesagt
Direkte BrandbekämpfungBekämpfung unmittelbar am Feuer, entlang der eingezeichneten Linie
Indirekte BrandbekämpfungBrennstoffentzug abseits der Flammen — Pflug, Fräse, Handwerkzeug
HandwerkzeugeEinsatz von Einsatzkräften mit Handwerkzeugen zur direkten oder indirekten Brandbekämpfung
Löschwasserförderung (Schlauch)Löschwasserversorgung der Einsatzmaßnahmen über Schlauchleitungen
Löschwasserförderung (Fahrzeuge)Versorgung über Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen
LöschschaumEinsatz von Löschschaum zur Eindämmung der Brandausbreitung
RetardantBrandhemmer, meist aus Luftfahrzeugen abgeworfen, zur Eindämmung der Ausbreitung
BrandBrandstufe an dieser Stelle — Entstehungsbrand bis Vollbrand
BrandflächeWas bereits brennt oder abgebrannt ist
Bedrohte FlächeWas bei anhaltender Ausbreitung als Nächstes betroffen ist
KampfmittelFläche mit Kampfmittelbelastung. Art der Belastung gehört separat erläutert
EinsatzabschnittGrenze eines Einsatz- oder Unterabschnitts. Die Bezeichnung gehört in den Namen, etwa „UEA Nord“
FührungsstelleEinsatzleitung, Einsatzabschnittsleitung oder Abschnittsführungsstelle
EinheitFahrzeug oder Trupp mit Bezeichnung, etwa „TLF 3000“. Ab Führungsstufe C ausgeblendet — dort zählt die Maßnahme, nicht das einzelne Fahrzeug
BildAufnahme aus dem Einsatzraum, über den Knopf 📷 Bild hinzufügen. Wird aus den Bilddaten verortet, sonst von Hand gesetzt, und steht auf jeder Karte
Eintragsfenster mit Bezeichnung, Hinweis und Kennzeichnung
Jeder Eintrag bekommt eine Bezeichnung, einen Hinweis und wahlweise eine Kennzeichnung.

Kennzeichnung: ! und ?

Das Ausrufungszeichen kennzeichnet die aktuell größte Gefahr, das Fragezeichen eine vermutete, noch nicht bestätigte Lage. Beides steht so in der Fachempfehlung — deshalb gibt es hier keine erfundene Skala von eins bis fünf.

Ausbreitungsrichtung beim Brandsaum

Der Brandsaum ist die einzige Zeichenart mit einer eigenen Richtungsangabe, und er braucht sie: Die Linie sagt, wo der Brand endet — nicht, wohin er läuft. Genau daran hängt aber, auf welche Seite der Riegel gehört.

Im Eintragsfenster steht dafür Ausbreitung nach mit den acht Himmelsrichtungen. Auf der Karte stehen danach mehrere kurze Pfeile am Saum, die dorthin zeigen; im Verzeichnis und im Bericht steht die Richtung am Eintrag, weil man beim Lesen die Karte oft nicht daneben hat.

Eintragsfenster eines Brandsaums mit Feld „Ausbreitung nach“
Das Feld steht nur beim Brandsaum. In der Eintragsliste erscheint die Richtung danach als eigene Marke am Eintrag: → Nordosten.

Angegeben wird eine Himmelsrichtung, nicht die Richtung, in der die Linie gezeichnet wurde. Wer den Saum von rechts nach links zieht, meint dieselbe Lage — eine Darstellung, die von der Zeichenrichtung abhinge, wäre keine Lageinformation. Und bewusst keine Gradzahl: „Ausbreitung nach Nordost“ sagt am Funk jeder, „043°“ niemand.

Taktische Varianten

Die vier Varianten aus Kapitel 2.8 lassen sich auf zwei Weisen verwenden: als eigenes Zeichen auf der Karte — eine Linie in Bewegungsrichtung, mit Pfeilspitze und farbiger Klammer — oder als Merkmal eines anderen Eintrags, wenn nur vermerkt werden soll, welche Variante eine Maßnahme verfolgt.

Die vier taktischen Varianten auf der Karte
Von unten nach oben: Retten, Angreifen, Verteidigen, Zurückziehen (gestrichelt). Die Klammer sitzt dort, wo die Gefahr steht — beim Retten und Zurückziehen hinter dem Pfeil, beim Angreifen und Verteidigen davor. Verteidigen ist als einziges rot: dort läuft die Gefahr auf die eigene Linie zu.
VarianteBedeutung
RettenIn-Sicherheit-bringen von Menschen, Tieren, Umwelt oder Sachwerten
AngreifenAusschalten der Gefahr durch aktives Eingreifen
VerteidigenSchützen vor der Einwirkung von Gefahren
ZurückziehenUnterbrechen und Rückzug in gesicherten Bereich zur Neuformierung

Einsatzabschnitt

Wird aus dem zuletzt eingetragenen Abschnitt vorbelegt. Ein Eintrag ohne Abschnitt gilt für alle und steht damit auch bei allen im Bild.

5 · Ändern, verschieben, streichen

In der Eintragsliste hat jede Zeile ihre Knöpfe:

An einem gestrichenen Eintrag bleibt nur noch stehen: Ansehen ja, ändern nein.

Eintragsliste mit Knöpfen
Die Liste. Gestrichenes und Abgelöstes bleibt durchgestrichen stehen, mit Grund — hier ohne das Häkchen „Nur letzter Stand“ unter der Karte, das genau das ausblendet.

Verlauf ändern: Brandsaum, Flächen, Linien

Verschieben nimmt die ganze Form mit — richtig, wenn ein Trupp weiterrückt. Ein Brandsaum bewegt sich aber nicht als Ganzes: Er läuft an zwei Stellen weiter und steht dazwischen. Eine Brandfläche wächst an einer Flanke. Dafür gibt es 〰 Verlauf ändern — über der Karte neben „Verschieben“, oder am Eintrag in der Liste.

Was dabei dokumentiert wird

Oben im Balken steht mitlaufend, wie viele Punkte die Form hat und wie lang oder groß sie ist. Beim Übernehmen misst das Werkzeug selbst, was sich geändert hat, und trägt es als Grund ein:

Verlauf geändert — Länge 317 → 527 m, weitester Punkt 121 m nach Nordosten, 3 → 4 Punkte
Verlauf geändert — Fläche 2,3 → 3,7 ha, weitester Punkt 141 m nach Norden

Ein Feld daneben nimmt eine Bemerkung auf, wenn jemand das Warum festhalten will („nach Winddrehung neu erkundet“). Übernommen wird wie jede Änderung: als neuer Eintrag, der den alten ablöst. Der alte bleibt mit genau diesem Grund durchgestrichen stehen — und damit steht die Veränderung im Zeitverlauf und im Bericht.

Verschieben direkt auf der Karte

Zwei Wege: eine Marke antippen und im Kartenfenster ✥ verschieben wählen — oder den Knopf ✥ Verschieben über der Karte einschalten, dann lässt sich jede Marke ziehen. Bei Linien und Flächen wandert die ganze Form mit.

Der Modus endet von selbst, sobald Sie ein neues Zeichen setzen oder in den Zeitverlauf gehen.

Es wird nie überschrieben

Ändern und Verschieben legen einen neuen Eintrag an, der den alten ablöst. Der alte bleibt mit Grund und Uhrzeit stehen — „verschoben um 671 m durch ELW 1“. Gelöscht wird nichts. Nur so lässt sich später nachvollziehen, was wann galt.

6 · Bilder aus dem Einsatzraum

📷 Bild hinzufügen — die Aufnahme wird verkleinert, hochgeladen und als Marke auf der Karte abgelegt. Antippen zeigt sie, ein weiterer Klick öffnet sie groß. Über das Häkchen Bilder auf der Karte zeigen lassen sie sich ausblenden, wenn sie die Lage zudecken. Aufnahmen stehen auf jeder Karte, auch auf den Themen- und Abschnittsblättern.

Ohne Verbindung wartet die Aufnahme

Genau dort, wo Aufnahmen entstehen, ist die Verbindung am schlechtesten. Steht keine, wandert das Bild in eine Warteschlange auf dem Gerät und der Eintrag entsteht trotzdem — auf Karte und Liste sichtbar, aus dem eigenen Speicher. Sobald wieder Netz da ist, geht es raus.

Der Eintrag wartet mit und geht zusammen mit dem Bild hinaus. Anders ginge es nicht: Ein Eintrag lässt sich nachträglich nicht ändern, er stünde sonst für immer mit einem Verweis auf eine Datei, die es nie geben wird. Alle übrigen Einträge gehen unverzögert — eine Meldung ohne Bild ist nicht weniger dringend. Am Eintrag selbst steht, dass seine Aufnahme noch wartet.

Woher der Ort kommt

In dieser Reihenfolge:

  1. Aus den Bilddaten — Telefone schreiben die Koordinaten in die Aufnahme.
  2. Vom Gerät — wenn im Bild nichts steht. Das ist beim Fotografieren über die Kamera der Regelfall: iOS gibt einer Webseite dabei grundsätzlich keine Koordinaten mit.
  3. Von Hand — wenn beides fehlt oder die Ortung zu ungenau ist.

Der Gerätestandort ist nicht der Ort des Aufgenommenen

Wer die Feuerfront aus 300 m ablichtet, bekommt eine Marke an seinem eigenen Standort. Deshalb steht an jedem Bild, woher der Ort stammt — und der Knopf 📍 Ort in der Karte wählen berichtigt ihn, ohne die schon getippten Angaben zu verlieren. Ortungen ungenauer als 150 m werden gar nicht erst angeboten.

7 · Karten: Reiter, Themen, Abschnitte, eigene Ansichten

Eine Lage mit Einsatzabschnitten ist auf einem einzigen Bild nur noch als Ganzes zu lesen: Wer den Abschnitt Nord führt, sucht seine sechs Zeichen zwischen sechzig. Über der Karte stehen deshalb Reiter. Sie sind nicht fest, sie entstehen aus der Lage — ein Abschnitt, den niemand einträgt, bekommt keinen.

Reiterleiste über der Karte mit Gesamt, Themen und Einsatzabschnitten
Die Reiterleiste. Die Zahl am Reiter sagt, wie viele Zeichen auf diesem Blatt liegen; blass gesetzte Reiter laufen nicht ins PDF.

Ein Thema ohne Zeichen bekommt keinen Reiter, und eines, das alles enthält, ebenso wenig — sonst stünde dieselbe Karte zweimal da.

Das Abschnittsblatt

Kartenblatt eines einzelnen Einsatzabschnitts
Derselbe Einsatz, nur die Frage des Abschnittsführers — und in einem Maßstab, in dem sich etwas erkennen lässt.

Auf einem Abschnittsblatt stehen außer den Zeichen des Abschnitts auch die ohne Abschnitt — die betreffen alle — und die sicherheitsrelevanten. Ein Rettungsweg, der im Nachbarabschnitt beginnt, ist genau der, den man beim Rückzug sucht. Den Ausschnitt ziehen sie aber nicht auf: Sonst zöge ein Zeichen am anderen Ende der Lage das Blatt wieder auf die Gesamtansicht, und der Maßstabsgewinn wäre weg.

Eigene Ansichten

Manches gehört nicht auf die Lagekarte und trotzdem aufs Papier: die Einteilung eines Wundstreifens in drei Abschnitte, die Verstärkerstelle in der Förderstrecke, eine Skizze für den eigenen Abschnitt. Dafür gibt es eigene Ansichten — rechts in der Reiterleiste hinter der Auswahlliste, mit der Anzahl daneben.

Eine eigene Ansicht mit Zeichen, die nur dort erscheinen
Eine eigene Ansicht: eigener Ausschnitt, eigener Name — und Zeichen, die nur hier stehen.

Welche Karten ins PDF kommen

Das Druckersymbol rechts in der Reiterleiste öffnet die Auswahl. Jede angekreuzte Karte wird in Auszug und Bericht eine eigene Querseite. Gespeichert wird die Abwahl: Ein Abschnitt, den morgen jemand anlegt, ist damit von allein dabei. Jede Karte kostet beim Erstellen Zeit und Dateigröße.

8 · Meine Sicht: was ausgeblendet wird

Über Führungsstufe und Einsatzabschnitt wird die Anzeige auf das für Sie Belangvolle eingeschränkt.

Meine Sicht mit Angabe des Ausgeblendeten
Was ausgeblendet ist, steht mit Art und Anzahl da — samt Knopf, es trotzdem zu zeigen.

Diese Zeichen werden nie ausgeblendet

Rettungsweg, Sicherheitszone, Triggerpunkt, Luftfahrzeugeinsatz, Spotfeuer, Brandsaum, Brand, Kampfmittel, Wasseraufnahmepunkt und Löschwasser mit Hubschraubern, dazu die Varianten Retten und Zurückziehen — unabhängig von Stufe und Abschnitt. Ebenso Zeichen, die Ihre Fassung des Werkzeugs noch nicht kennt: Was man nicht kennt, kann man nicht als belanglos einstufen.

9 · Zeitverlauf

Über der Karte, eingeklappt eine Zeile hoch. Aufgeklappt lässt sich die Lage auf jeden Zeitpunkt seit Beginn zurückstellen oder der ganze Verlauf abspielen.

Zeitverlauf mit Schieberegler
Dafür wird nichts zusätzlich gespeichert — die Geschichte liegt im Verzeichnis, weil dort angefügt und nie überschrieben wird.

Verschobene Objekte ziehen eine blasse Spur über ihre bisherigen Standorte. Das Häkchen „Wege verschobener Objekte zeigen“ steht unter der Karte bei den beiden anderen Anzeigeeinstellungen.

Beim Zurückschauen sehen Sie Vergangenheit

Die Standzeile färbt sich dann rot und sagt es. Wer eine alte Lage für die aktuelle hält, entscheidet auf einem Bild, das es nicht mehr gibt.

10 · Arbeiten ohne Verbindung

Im Wald ist das der Normalfall, nicht die Ausnahme. Deshalb:

Abgeglichen wird alle zehn Sekunden. Steht die Verbindung nicht, arbeiten Sie weiter — aber auf einem Stand, den die anderen Stellen nicht kennen. Genau das sagt die Standzeile.

11 · Auszug und Bericht

📄 Auszug

Das Arbeitsblatt für Ihre Führungsstelle: nur das, was Ihre Sicht zeigt, quer und formatfüllend, mit aufgehellter Karte zum Beschriften. Auf jedem Blatt steht der Stand mit Uhrzeit — zwei Papiere ohne Stand sind nicht vergleichbar.

Jede angekreuzte Karte wird eine eigene Querseite: Gesamtansicht, Themen, Einsatzabschnitte und eigene Ansichten. Was mitkommt, steht hinter dem Druckersymbol in der Reiterleiste (siehe Abschnitt 7).

In der Ecke steht ein QR-Code. Wer das beschriebene Blatt abfotografiert, landet in derselben Lage auf genau demselben Kartenausschnitt und kann nachtragen, was er von Hand ergänzt hat. Ist die Lage inzwischen weiter, sagt das Werkzeug es.

📕 Bericht

Die Nachbereitung des ganzen Vorgangs: ungefiltert, chronologisch, mit allem Gestrichenen und Abgelösten samt Grund — und mit den Aufnahmen als eigenem Teil. Auch hier zuerst die Kartenblätter, eines je angekreuzter Karte.

Der Bericht baut seine Karten aus dem ganzen Vorgang, nicht aus Ihrer gefilterten Sicht: Ein Einsatzabschnitt, der auf Ihrem Bildschirm nie zu sehen war, gehört in die Nachbereitung. Die Blattliste des Berichts kann deshalb länger sein als die Reiter über Ihrer Karte.

Jedes Blatt trägt einen Prüfcode

In der Fußzeile jeder Seite steht ein Prüfcode, und unter lage-pruefen.html lässt sich damit feststellen, ob eine Datei echt und seither unverändert ist. Beide Dokumente gehen aus dem Haus, und ein PDF lässt sich sonst unbemerkt ändern.

Belastbar ist die Prüfung mit der Datei — der Browser des Prüfenden rechnet ihre Prüfsumme selbst aus, hochgeladen wird sie nicht. Der Code allein sagt nur, dass es das Dokument gab und was darin stand; für Papier ist das der einzige Weg, für eine Datei der schwächere.

Der Zugangscode steht auf dem Blatt

Im Kopf jedes Blattes, im Dateinamen und beim Auszug zusätzlich im QR-Code. Das ist im eigenen Ordner richtig: Wer das Blatt in der Hand hat, kommt damit in die Lage zurück — dafür ist der QR da.

Wer das Blatt weitergibt, gibt genau das mit weiter, und ein Zugangscode ist kein Lesezeichen, sondern die Schreibberechtigung für alle Führungsstellen. Für Blätter, die aus dem Haus gehen, gibt es deshalb hinter dem Druckersymbol das Häkchen Zugangscode weglassen. Mit Haken entfällt beim Auszug auch der QR-Code — er trägt den Zugang in sich, und ein Code, der auf dem Blatt fehlt, aber im Quadrat daneben steht, wäre die schlechteste aller Lösungen.

Ein Beispiel zum Durchblättern

Auf der Beispielseite liegt der Bericht einer Waldbrand-Übungslage über sieben Stunden: sechzehn Seiten, davon zehn Kartenblätter, mit vier Einsatzabschnitten und zwei eigenen Ansichten.

12 · Karte drucken: A4 bis A1

Auszug und Bericht sind Dokumente mit einer Karte darin. 🗺 Karte drucken ist das Umgekehrte: eine Karte, die das Blatt füllt — für die Tafel im Führungsfahrzeug, für die Wand im Bereitstellungsraum, für den Abschnittsführer, der etwas in der Hand halten will.

Fenster „Karte drucken“ mit Format, Ausrichtung und Druckbereich
Unter Format und Ausrichtung steht, was dabei herauskommt: Auflösung und ungefähre Dateigröße. Ganz unten das Blatt für Piloten.

Gitternetz und Maßstab

Auf dem Blatt liegt das UTM-Gitter — dasselbe, das auf jeder deutschen topografischen Karte liegt und in dem im Einsatz Positionen durchgegeben werden. Sehr blass unter den Zeichen, mit Kilometerbeschriftung am Rand; bei feinem Gitter mit einer Nachkommastelle, damit keine zwei Linien dieselbe Zahl tragen. Abschaltbar, wenn die Karte nur gezeigt und nicht abgelesen wird.

Oben rechts steht, in welcher Zone die Zahlen gelten – etwa „UTM-Zone 32T · ETRS89 · Gitter 500 m“. Ohne sie ist die Randbeschriftung nicht eindeutig: „547“ gibt es in jeder der sechzig Zonen, und der Bodensee liegt in 32T, während München schon in 32U liegt. Wer eine Position durchgibt, gibt die Zone mit durch.

Dazu ein Maßstabsbalken statt einer Zahl: „1:25000“ hilft auf einem Blatt nicht, das jemand verkleinert kopiert hat — ein Balken schrumpft mit.

Druckbereich: den Ausschnitt selbst ziehen

Normalerweise rechnet das Werkzeug den Ausschnitt aus: alle Zeichen der gewählten Karte, plus Rand. Das stimmt, solange niemand etwas anderes will — und stimmt nicht mehr, sobald genau dieser Hang aufs Blatt soll und nicht das halbe Tal.

Druckbereich als gestrichelter Rahmen mit Ecken zum Ziehen über der Karte
Der Rahmen mit seinen vier Ecken und dem Griff in der Mitte. Übernommen wird er erst mit ✓ Übernehmen — bis dahin bleibt der bisherige Bereich stehen.

Der Druckbereich ist kein Eintrag

Er wird nicht übertragen, steht in keinem Protokoll und ist mit dem Schließen des Reiters wieder weg. Wer einen Ausschnitt behalten und mit allen teilen will, legt eine eigene Ansicht an — die gehört zur Lage, der Druckbereich nur zu diesem einen Blatt Papier.

🚁 Blatt für Piloten

Dieselbe Karte auf A4 hoch, dazu die Angaben, die im Cockpit gebraucht werden:

Eine leere Hindernisliste heißt nicht „keine Hindernisse“

Sie heißt: in OpenStreetMap ist keines erfasst. Freileitungen sind dort gut erfasst, Höhen fast nie. Das steht auch auf dem Blatt — bei Tiefflug ist das die Angabe, an der alles hängt, und sie ersetzt die Erkundung nicht.

13 · Lage beenden

Fenster zum Beenden der Lage
Zum Beenden gehört eine abschließende Bemerkung. Sie steht im Bericht und im Verlauf.

Danach nimmt die Lage keine Einträge mehr an — auch nicht von den anderen Führungsstellen. Gelesen, ausgedruckt und als Bericht ausgegeben wird weiter.

Standzeile einer beendeten Lage
Eine beendete Lage sieht sonst aus wie eine laufende, bei der gerade niemand etwas einträgt.

Rückgängig machen lässt sich das nicht. Gelöscht wird die Lage dadurch nicht.

Sofort löschen

Unter der Eintragsliste steht Lage endgültig löschen. Damit verschwinden alle Einträge, alle Bilder und die Lage selbst — sofort und für alle Führungsstellen gleichzeitig. Zur Bestätigung muss das Wort LÖSCHEN eingetippt werden; ein Knopf allein wäre auf einem Telefon mit nassen Handschuhen eine Fehlbedienung pro Einsatz.

Es gibt keine Sicherung und keinen Papierkorb. Wenn Sie den Vorgang nur abschließen wollen, nehmen Sie 🔒 Beenden — dabei bleibt alles lesbar und der Bericht erhalten.

14 · Sichern und Einlesen

Eine Lage wird nach 30 Tagen ohne Änderung gelöscht. Das ist Absicht — eine Übung von vor drei Monaten gehört nicht auf einem fremden Server. Wer sie behalten will, nimmt sie in die Hand: ⤓ Sichern lädt die ganze Lage als eine Datei herunter.

Warum die Datei unterschrieben ist

Ein Lagebericht ist ein Dokument, auf das sich später jemand beruft. Eine Datei, die man im Texteditor öffnen und darin eine Uhrzeit ändern kann, taugt dafür nicht — man sähe es ihr nicht an.

Die Sicherung trägt deshalb eine Unterschrift über ihren gesamten Inhalt, gerechnet mit einem Geheimnis, das den Server nie verlässt. Wer eine Ziffer ändert, einen Eintrag entfernt, eine Streichung zurücknimmt oder ein Bild austauscht, bekommt beim Einlesen eine Absage. Nachrechnen ließe sich die Unterschrift nur mit dem Geheimnis.

Der Preis steht dazu: Eine Sicherung lässt sich nur dort einlesen, wo sie entstanden ist. Zwischen zwei Anlagen wandert sie nicht — das ist der Preis dafür, dass eine eingelesene Lage wirklich die ist, die gesichert wurde.

Sehr große Lagen: Über 20 MB kommt keine Datei, sondern eine Absage — eine Sicherung, die sich nicht mehr hochladen lässt, ist keine. Die Aufnahmen sind daran das Schwere; eine Sicherung ohne sie ist weiterhin möglich und gültig unterschrieben.

15 · Dasselbe Feuer auf drei Führungsstufen

Die Fachempfehlung zeigt auf den Seiten 27 bis 29 ein fiktives Waldbrandszenario — dieselbe Lage, dreimal dargestellt, jeweils für eine andere Führungsebene. Genau das leistet der Filter: Es ist eine einzige Lage mit 23 Einträgen, aus der jede Stufe ihren Ausschnitt bekommt.

Das ist nicht die Übungslage hinter dem Knopf Beispiellage öffnen — die ist größer und zum Anfassen. Hier geht es allein um die drei Ausschnitte derselben Lage.

Führungsstufe C — Einsatzabschnittsleitung „Brandbekämpfung“

Drei Unterabschnitte mit ihren Grenzen und Aufträgen: UEA Nord und UEA Hofteich mit der Variante Angreifen, UEA Mordgraben mit Verteidigen. Die Brandfläche steht in Vollbrand.

Beispiellage auf Führungsstufe C
18 von 23 Einträgen. Ausgeblendet sind die fünf einzelnen Fahrzeuge — „Zugewiesene Kräfte und Mittel ist für diese Führungsebene irrelevant“, sagt die Fachempfehlung selbst.

Führungsstufe B — Untereinsatzabschnitt „Mordgraben“

Zur Erfüllung des Auftrags Verteidigung die Haltelinie entlang des Waldwegs, die indirekte Brandbekämpfung mit Pflug und Fräse, der Triggerpunkt „Überspringen der Haltelinie“ und die Sicherheitszone Rübenfeld im Osten.

Beispiellage auf Führungsstufe B
13 von 23. Weg sind die Fahrzeuge, die fremden Abschnitte und die Maßnahmen der Nachbarn.

Führungsstufe A — Zug „Süd“

Drei Tanklöschfahrzeuge entlang der ersten Haltelinie, der KdoW des Zugführers, das LF 10 am Wasserübergabepunkt. Als Triggerpunkt hat der Zugführer mehr als drei Spotfeuer südlich des Weges festgelegt. Zwei Rettungswege, und als Sicherheitszone die gemähte Wiese im Südwesten — weil ihm das Rübenfeld im Osten zu weit weg ist und in Windrichtung liegt.

Beispiellage auf Führungsstufe A
16 von 23. Er sieht seine Fahrzeuge, aber nicht mehr die Abschnittsgrenzen und die Brandfläche als Ganzes.

Das ist der Punkt der ganzen Übung

Es gibt keine drei Karten, die jemand pflegen müsste, und keine Abstimmung darüber, wer was weitergibt. Es gibt eine Lage — und jede Stufe stellt ein, was sie braucht. Was dabei wegfällt, steht auf dem Schirm; sicherheitsrelevante Zeichen fallen nie weg.

16 · Daten, Zugang, Löschung

Einzelheiten in der Datenschutzerklärung.

Auf dem Telefon

Die Lage auf einem Telefon
Auf schmalen Bildschirmen zeigen die Knöpfe der Kopfzeile nur ihre Zeichen. Der rote Hinweiskasten ganz oben ist hier zugeklappt — mit „Verstanden — ausblenden“ bleibt davon eine Zeile stehen, und der Platz gehört der Karte. „ganz lesen“ holt ihn zurück; ganz weg geht er nicht.