Die Wertungsbögen der Richtlinie auf dem Telefon: Löscheinsatz mit fünf Bögen,
Modulprüfung mit den Modulen der ausgelosten Kombination, Summenblatt und Ergebnis. Jeder
Schiedsrichter bewertet auf seinem Gerät, der Obmann sieht auf einer Tafel, was noch fehlt.
Die Zeile ganz oben sagt, was dran ist
Auf jedem Bildschirm steht über allem eine rote Zeile: Als Nächstes. Sie
nennt genau einen Schritt — beim Obmann „Gruppen eintragen“ oder „Code an die Kommission
geben“, beim Schiedsrichter den nächsten offenen Bogen mit Namen, etwa
„B WT — Wassertrupp · FF Musterstadt · Gruppe 1“. Der Knopf daneben führt direkt dorthin.
Wer nicht weiß, was zu tun ist, liest diese Zeile. Die Kachel, auf die sie zeigt, ist in der
Liste darunter rot umrandet.
Was dieses Werkzeug nicht ist
Es rechnet, es entscheidet nicht. Es zeigt beide Grenzen getrennt und nennt
jeden Posten, der zur Summe beigetragen hat. Ob eine Prüfung mit Erfolg abgeschlossen ist,
entscheidet die Schiedsrichterkommission auf dem unterschriebenen Bogen. Die Richtlinie sagt es
selbst: Die Bewertungsbögen sind Beispiele für Bewertungskriterien und decken nicht alle möglichen
Fehler ab.
Wer eine Abnahme damit begleitet, hat die Richtlinie danebenliegen.
Die Kommission besteht aus vier (Staffel) bzw. fünf (Gruppe) Schiedsrichtern mit festen
Ordnungsnummern. Jeder wählt beim ersten Aufruf einmal seine Rolle; danach zeigt
sein Gerät nur noch, was ihn angeht — im Löscheinsatz wie in der Modulprüfung, denn dort weist er
denselben Trupp ein, den er auch bewertet.
Rolle
Beurteilt
Sieht zusätzlich
Nr. 1
Gruppenführer und Melder
Summenblatt (Zeitnahme)
Nr. 2
Angriffstrupp
–
Nr. 3
Wassertrupp
–
Nr. 4
Schlauchtrupp
–
Nr. 5
Maschinist
Summenblatt (zweite Zeitnahme)
Überprüfung
PSA und Fahrzeug
–
Obmann
trägt zusammen
alles, Tafel, Gruppen
Alle Bögen
alles
für die kleine Abnahme auf einem Gerät
Die Rolle wechseln geht jederzeit im Reiter Abnahme. Sie wird für das nächste Mal gemerkt —
wer Nr. 3 ist, bleibt es meist den ganzen Tag.
2 · Der Ablauf eines Abnahmetages
Einmal von vorne bis hinten — wer wann was
tut. Wer nur wissen will, wo er tippen muss: Die rote Zeile „Als Nächstes“ steht auf jedem
Bildschirm und sagt es.
Obmann · vorher
Abnahme anlegen
Neue AbnahmeBezeichnung, Ort, Datum, Wertungsbogen — mehr nicht.
Werkzeug öffnen, unten Neue Abnahme anlegen. Bezeichnung, Ort und Datum eintragen,
den Wertungsbogen stehen lassen. Ein Tipp auf Abnahme anlegen, fertig.
Wer ohne Übertragung arbeiten will — eine Wehr übt für sich, oder auf dem Platz geht gar
nichts —, setzt vorher den Haken „Nur auf diesem Gerät“.
Obmann · vorher
Gruppen eintragen
Eine GruppeFeuerwehr, Abteilung, Nummer, Stufe, Aufstellung.
Die Zeile oben sagt jetzt „Als Nächstes: Gruppen eintragen“. Für jede antretende
Einheit: Feuerwehr, Abteilung, Gruppennummer, Stufe und Aufstellung
(Gruppe oder Staffel).
Das ist alles, was die Schiedsrichter später noch antippen müssen. Die
Mannschaft darunter ist freiwillig und bleibt auf diesem Gerät
(Kapitel 12).
Obmann · am Morgen
Code an die Kommission geben
Zwei CodesDer obere für alle, der untere bleibt beim Obmann.
Im Reiter Abnahme stehen zwei Codes. Der Code für die Kommission geht an
alle Schiedsrichter — vorlesen, abtippen lassen oder den QR-Code zeigen.
Der Leitcode bleibt beim Obmann. Mit ihm ließen sich Gruppen ändern und die
Auslosung überschreiben; er gehört nicht in einen Gruppenchat.
Schiedsrichter · am Morgen
Beitreten und Rolle wählen
Code eintippenZehn Stellen, kein O und keine Null.
Rolle wählenEinmal — danach zeigt das Gerät nur noch Ihre Bögen.
Adresse aufrufen, Code eintippen (oder QR scannen), Beitreten. Danach einmal die eigene
Rolle wählen: Nr. 1 bis Nr. 5, die Überprüfung von PSA und Fahrzeug, oder „Alle Bögen“ für
die kleine Abnahme auf einem Gerät.
Kein Konto, keine Anmeldung. Die Rolle wird gemerkt — wer Nr. 3 ist, bleibt es den ganzen Tag.
Nr. 1 · am Platz
Funktionen und Modulkombination auslosen
Vor der Modulprüfung lost Schiedsrichter Nr. 1 die Funktionen, der Gruppenführer zieht die
Modulkombination. Wer den Leitcode hat, trägt die gezogene Nummer im Reiter Gruppen ein —
und in Sekunden steht auf jedem Gerät das richtige Modul
(Kapitel 6).
Nr. 1 und Nr. 5 · Löschübung
Zeit nehmen
Die Uhr läuftStart am Befehl, Stopp an der Meldung.
Auf dem Summenblatt liegt eine Uhr mit zwei großen Flächen: Start mit der
Wiederholung des Befehls, Stopp mit der Meldung des Gruppenführers. Zwei Tipper, ohne
hinzusehen.
Die Richtlinie will zwei Zeitnehmer — Nr. 1 und in der Regel Nr. 5. Beide sehen dieselbe
laufende Uhr, beide dürfen stoppen, und beide Werte bleiben sichtbar
(Kapitel 8).
Alle Schiedsrichter · nach der Übung
Bewerten
Welche Gruppe?Die Zeile oben nennt den nächsten Bogen mit Namen.
Welcher Bogen?Der nächste ist rot umrandet.
Der BogenZähler statt Haken, Suchfeld darüber.
Gruppe antippen, Bogen antippen, zählen. Minus liegt links — rückgängig muss schneller
gehen als zählen. Am Ende Bogen abgeben: Die Kachel wird grün, und die Zeile oben nennt den
nächsten Trupp (Kapitel 7).
Obmann · den ganzen Tag
Auf der Tafel nachsehen
Die TafelWo ein Strich steht, fehlt noch ein Schiedsrichter.
Alle Gruppen mal alle Bögen auf einen Blick. Kein Einsammeln, kein „wer hat den Bogen vom
Wassertrupp?“ — wo ein Strich steht, fehlt noch jemand. Eine Zelle antippen springt in den
Bogen (Kapitel 10).
Obmann · zum Schluss
Drucken und abschließen
Je Gruppe den Wertungsbogen als PDF — Kopfdaten, Mannschaft, Löscheinsatz mit allen
Bögen, Modulprüfung, beide Ergebnisse und die Unterschriftenzeile. Dazu die Übersicht der
Abnahme im Querformat für den eigenen Ordner (Kapitel 13).
Danach im Reiter Abnahme unter „Abschließen und aufräumen“ die Abnahme abschließen. Sie
nimmt dann nichts mehr auf, bleibt aber lesbar und druckbar.
Und wenn kein Netz da ist?
Dann läuft alles genau so weiter. Jeder Tipper wird zuerst auf dem Gerät gespeichert; im Kopf
steht „n wartet“, und sobald wieder Verbindung da ist, geht alles auf einmal raus
(Kapitel 11).
3 · Abnahme anlegen
Das tut der Schiedsrichterobmann, einmal je Veranstaltung: Bezeichnung, Ort,
Datum, Wertungsbogen. Danach gibt es zwei Codes:
Code
Darf
Bekommt
Code für die Kommission
lesen und bewerten
jeder Schiedsrichter
Leitcode
zusätzlich Gruppen anlegen, auslosen, abschließen, löschen
nur der Obmann
Beide stehen im Reiter Abnahme, dazu ein QR-Code für den Beitritt. Der
Leitcode wird nicht weitergegeben — mit ihm könnte jemand die Auslosung ändern.
Nur auf diesem Gerät
Wer den Haken „Nur auf diesem Gerät“ setzt, legt eine Abnahme an, die nichts an den
Server sendet. Für die einzelne Wehr, die vor der Abnahme übt, oder wenn auf dem Platz gar nichts
geht. Eine solche Abnahme lässt sich später nicht mehr übertragen — dann besser eine neue
anlegen. Der Ausdruck braucht weiterhin Netz: Das PDF baut der Server.
4 · Beitreten
Adresse aufrufen, Code eintippen, fertig. Kein Konto, keine Anmeldung. Wer den QR-Code scannt,
überspringt das Eintippen. Danach: Rolle wählen — und ab da zeigt das Gerät nur noch die eigenen
Bögen.
Beigetreten wird einmal. Danach steht die Abnahme auf dem Startbild und wird mit einem Tipp
geöffnet.
5 · Gruppen eintragen
Der Obmann trägt vor der Abnahme ein, welche Einheiten antreten: Feuerwehr,
Abteilung, Gruppe Nr., Stufe und Aufstellung (Gruppe oder Staffel). Das
ist alles, was die Schiedsrichter danach noch antippen müssen.
Eine Staffel hat weder Melder noch Schlauchtrupp — deren Bögen erscheinen dann
gar nicht erst.
Darunter steht die Mannschaft. Sie ist freiwillig, bleibt auf dem Gerät des
Obmanns und geht nur in das PDF (Kapitel 12).
6 · Auslosen am Platz
Die Modulkombination wird nicht vorher festgelegt: Schiedsrichter Nr. 1 lost die Funktionen, der
Gruppenführer zieht die Kombination. Der Obmann (oder Nr. 1 mit dem Leitcode) trägt die gezogene
Nummer im Reiter Gruppen ein — und in Sekunden steht auf jedem Gerät das richtige
Modul. Genau das ersetzt das Zurufen und Verteilen von Blättern.
Solange nichts eingetragen ist, sagt die Bogenliste, dass die Kombination noch offen ist.
Zwei Bögen für eine Prüfung
Bei Technische Hilfeleistung nennt die Kombination kein einzelnes Modul: Es gibt den Bogen
mit und ohne Rettungssatz. Welcher gelaufen ist, wählt der Schiedsrichter beim
ersten Öffnen.
7 · Bewerten
Drei Bilder hintereinander: welche Gruppe → welcher Bogen → der Bogen. Nie
alles auf einmal — auf dem Telefon wäre das eine Rolle von zwei Metern.
Was läuft gerade?
Über der Bogenliste steht ein Schalter: Löscheinsatz oder Modulprüfung. Die
Richtlinie sagt, der Löscheinsatz soll vor der Modulprüfung absolviert werden — „soll“, nicht
„muss“, und auf einer Abnahme mit mehreren Übungsbahnen läuft eine Gruppe auch mal andersherum
durch. Das Werkzeug rät deshalb nicht, sondern folgt dem Schalter: Er bestimmt, welcher Bogen als
Nächstes vorgeschlagen wird und welcher Abschnitt oben steht.
Vorbelegt ist der Löscheinsatz. Bewerten lässt sich jederzeit jeder Bogen — der Schalter
sperrt nichts, er sortiert nur.
Zähler statt Haken
Jeder Posten hat einen Zähler. Derselbe Fehler kann mehrfach vorkommen, und bei der
Fahrzeugüberprüfung steht „je Mangel“ ausdrücklich auf dem Papier. Minus liegt links —
rückgängig muss schneller gehen als zählen.
Die Minderung von 10 auf 5
Neben den FwDV-Verstößen steht ein Knopf mit der Punktzahl. Er schaltet zwischen 10 und 5: Die
Richtlinie erlaubt dem Schiedsrichter ausdrücklich, zu mindern, wenn der Fehler keine gravierenden
Folgen gehabt hätte. Mindern setzt den Posten zugleich auf gezählt.
Suchen statt scrollen
Bei zwanzig bis fünfundzwanzig Zeilen je Bogen ist das Suchfeld der schnellere Weg.
Was die Vorlage nicht kennt
Anlage 3 legt jedem Bogen ein leeres zweites Blatt bei, und in Anlage 1 bleiben ganze Klassen frei:
Die Listen sind ausdrücklich nicht abschließend. Unter Weitere Feststellung steht derselbe Weg
— Text eintragen, Klasse wählen, die Punktzahl ergibt sich daraus. Im PDF ist die Zeile als
ergänzt gekennzeichnet.
Das Summenblatt gibt niemand ab
Es ist kein Wertungsbogen, sondern die Stelle, an der die Zeitnahme und die
Punktegutschriften landen. Es gilt als erledigt, sobald die Gesamtzeit darin steht — dann wird
seine Kachel grün und die Zeile oben zeigt auf den nächsten Bogen. Es erscheint nur bei
Nr. 1 und Nr. 5, denn die beiden nehmen die Zeit.
Abgeben
Bogen abgeben markiert ihn als fertig und springt zurück zur Liste — der nächste Trupp steht
schon da, und die Zeile oben nennt ihn beim Namen. Auf der Tafel des Obmanns wird die Zelle grün.
Wieder öffnen geht jederzeit; der Knopf heißt dann „✓ abgegeben — wieder öffnen“.
Über jeder Bogenliste steht, wie weit die Gruppe ist: „3 von 8 abgegeben“. Was noch
offen ist, trägt einen Strich statt einer Punktzahl.
Ein Modul, mehrere Trupps
Führen mehrere Funktionen ein Modul gemeinsam durch — etwa den Aufbau einer Saugleitung —, gibt es
einen Bogen, und alle beteiligten Schiedsrichter sehen ihn. So verlangt es die
Richtlinie: „Wird ein Modul durch mehrere Trupps gemeinsam durchgeführt, übernehmen die Schiedsrichter
gemeinsam die Bewertung.“ Beide dürfen darin schreiben, ohne sich zu überschreiben.
Wo dagegen pro Person gewertet wird — Fahrzeug- und Gerätekunde —, bekommt jede
Person ihren eigenen Bogen. Auch das steht so auf dem Papier.
8 · Die Zeiten
Ein Zeit-Punkt ist eine Sekunde. Zeit-Punkte sind für sich allein kein Wertungskriterium —
sie lassen sich durch nicht gemachte Fehlerpunkte ausgleichen.
Die Uhr auf dem Summenblatt
Die Richtlinie legt die Zeitnahme auf Schiedsrichter Nr. 1 sowie mindestens einen weiteren
Schiedsrichter, in der Regel Nr. 5 — und dieselben beiden bewerten den Gruppenführer und den
Maschinisten. Beides gleichzeitig geht nur, wenn die Zeitnahme keine Aufmerksamkeit
kostet.
Die UhrZwei Flächen, mehr nicht.
Deshalb liegt auf dem Summenblatt eine Uhr mit zwei großen Flächen: Start mit der
Wiederholung des Befehls, Stopp mit der Meldung des Gruppenführers. Zwei Tipper, ohne
hinzusehen — danach steht die Zahl da. Bewertet wird wie auf Papier: hinterher, aus dem, was man
gesehen hat.
Beide dürfen stoppen. Der Start wird an die anderen Geräte gemeldet, sodass auf Nr. 1 und
Nr. 5 dieselbe Uhr läuft. Stoppen beide, bleibt der zuvor eingetragene Wert sichtbar — mit einem Knopf,
um darauf zurückzugehen. Genau das tun die beiden auf dem Platz auch: vergleichen und sich einigen.
Gerechnet wird auf dem Gerät, das gestartet hat
Zwei Telefonuhren gehen selten gleich. Wer eine Uhr stoppt, die ein anderes Gerät
gestartet hat, bekommt das gesagt — die Spanne kann dann um die Abweichung der beiden Uhren
danebenliegen. Im Zweifel die Sekunden von Hand eintragen.
Wer lieber eine echte Stoppuhr nimmt: Unter der Uhr steht „Von Hand eintragen oder ändern“.
Löscheinsatz: eine Zeit für die ganze Leistungsübung. Sie steht auf dem
Summenblatt und wird von Schiedsrichter Nr. 1 zusammen mit mindestens einem weiteren
Schiedsrichter genommen.
Module: je Modul eine eigene Zeit — aber nur dort, wo die Richtlinie Zeit-Punkte
vorsieht. Wo nur ein Zeitrichtwert steht, gibt es kein Feld: Der Richtwert soll verhindern,
dass die Prüfung zu lange dauert, er ist keine Wertung.
Die Zeit aus dem Leistungsnachweis melden
Wer die Löschübung mit dem Leistungsnachweis mitschreibt,
hat die Gesamtzeit dort schon. In dessen Auswertung steht „Zeit an eine Abnahme melden“:
Code eintragen, Gruppe antippen — die Sekunden stehen dann im Summenblatt. Übertragen wird
ausschließlich die Zahl.
9 · Wie gerechnet wird
Löscheinsatz und Modulprüfung werden getrennt bewertet. Addiert wird über die
Grenze hinweg nichts.
Gesamtpunktzahl = Fehlerpunkte + Zeit-Punkte
Löscheinsatz Summe der fünf Bögen ≤ Max. Fehlerpunkte
+ PSA + Fahrzeug + Zeitpunkte = Gesamt ≤ Max. Gesamtpunkte
Je Modul Fehlerpunkte ≤ Max. Fehlerpunkte
+ Zeit-Punkte = Gesamt ≤ Max. Gesamtpunkte
Stufe
Max. Fehlerpunkte
Gesamtpunkte
Bronze
100
370
Silber
80
480
Gold
45
445
Die Punktegutschriften — Tragkraftspritze 20, Leitungsroller 30, Stativ 60, Atemschutz 120 —
erhöhen die zulässige Gesamtpunktzahl. Sie werden nicht abgezogen. Aus 370 werden mit
Stativ also 430.
Das Leistungsabzeichen gilt für eine Gruppe als bestanden, wenn sowohl der Löscheinsatz als
auch die Modulprüfung mit Erfolg abgelegt wurden. Wird ein Teil nicht bestanden, wird nur dieser nach
einem angemessenen Zeitraum wiederholt.
Solange die Zeit fehlt, sagt das Blatt Zwischenstand und nennt kein Ergebnis. Eine
Gesamtpunktzahl ohne Zeit-Punkte gibt es nicht.
10 · Die Tafel
Das, was Papier nicht kann: alle Gruppen mal alle Bögen auf einen Blick. Wo ein Strich steht, fehlt
noch ein Schiedsrichter — kein Einsammeln, kein „wer hat den Bogen vom Wassertrupp?“. Darunter die
Module je Gruppe und ganz unten das Ergebnis mit dem Knopf für das PDF.
Eine Zelle antippen springt in den zugehörigen Bogen.
11 · Ohne Netz
Jede Feststellung wird zuerst auf dem Gerät gespeichert und danach gesendet. Ohne
Verbindung läuft die Abnahme vollständig weiter. Im Kopf steht dann „n wartet“; sobald wieder
Netz da ist, geht alles auf einmal raus. Ein Gerät, das eine Stunde in der Tasche war, holt beim
nächsten Blick genau seine Lücke nach.
Beim ersten Aufruf mit Verbindung legt sich das Werkzeug samt Wertungsbögen im Gerät ab.
Danach startet es auch ohne Netz. Auf dem Home-Bildschirm abgelegt behandelt iOS
seinen Speicher zudem beständiger als den einer gewöhnlichen Seite — das ist die halbe Miete.
12 · Wo die Daten liegen — das wichtigste Kapitel
Auf dem Abnahme-Server liegt kein Name
Weder von Teilnehmern noch von Schiedsrichtern. Übertragen werden Feuerwehr, Abteilung,
Gruppennummer, Funktion und Punkte — also das, was auf dem Wertungsbogen steht. Ein
Schiedsrichter bewertet den Angriffstrupp, nicht eine Person; er braucht den Namen nicht.
Die Mannschaftsliste und die Namen der Kommission bleiben im Browser des Obmanns:
An die Abnahme gehen sie nicht, und die Geräte der übrigen Schiedsrichter bekommen sie nie zu
sehen.
Eine Ausnahme ist der Ausdruck. Das PDF wird auf dem Server gebaut — erzeugt der Obmann
es, gehen die Namen dabei einmal an den Druckdienst mit; anders kommt ein Name nicht auf das
Blatt. Dort werden sie nur im Arbeitsspeicher verarbeitet und nicht gespeichert. Ohne Ausdruck
wird kein Name übertragen, und die Mannschaftsliste ist freiwillig.
Eine übertragene Abnahme wird 60 Tage nach der letzten Änderung vom Server
gelöscht. Der Obmann kann sie jederzeit früher entfernen — dann bleibt sie nur noch auf den Geräten.
Auf dem eigenen Gerät bleibt sie stehen, bis man sie dort entfernt.
Es gibt kein Konto und keine Anmeldung. Wer den Code hat, ist dabei; wer ihn nicht
hat, kommt nicht hinein. Deshalb: Den Leitcode nicht in einen Gruppenchat stellen.
13 · PDF und Ablage
Zwei Dokumente:
Wertungsbogen einer Gruppe — Kopfdaten, Mannschaft, Löscheinsatz mit allen fünf Bögen,
Modulprüfung, beide Ergebnisse und die Unterschriftenzeile. Das Blatt für den Ordner.
Übersicht der Abnahme — alle Gruppen des Tages nebeneinander, quer. Das Blatt für den
Obmann.
Auf jedem Ausdruck steht der Stand der Grundlage, gegen den gerechnet wurde. Eine
Punktzahl ohne die Ausgabe ist zwei Jahre später nicht mehr nachvollziehbar.
Gedruckt werden nur Posten, die auch erfasst wurden. Dreihundert leere Zeilen wären der Ausdruck
der Vorlage, nicht der Abnahme.
14 · Lizenz
Eine Abnahme anzulegen gehört zur Kreis-Lizenz. Das ist keine
Preisfrage, sondern eine Zuständigkeitsfrage: Das Leistungsabzeichen nimmt der Landkreis ab.
Die Schiedsrichter werden vom Kreis bestellt, der Schiedsrichterobmann ist eine Kreisfunktion, und
wer eine Abnahme anlegt, tut das für den Kreis — einmal je Veranstaltung.
Beitreten und Bewerten sind frei und brauchen keinen Schlüssel: Die Schiedsrichter kommen
aus fremden Wehren und wissen oft nicht einmal, dass es eine Lizenz gibt. Ebenso frei ist eine
Abnahme „nur auf diesem Gerät“ — für die Wehr, die vorher übt.
Ohne Schlüssel entstehen PDFs als Musterdruck mit Wasserzeichen und ohne Unterschriftenfeld, und
eine übertragene Abnahme lässt sich nicht anlegen. Die Abnahme „nur auf diesem Gerät“ bleibt
frei. Der Schlüssel wird im Reiter Über eingetragen — ein Obmann ruft die Startseite nie auf.
15 · Andere Bundesländer
Baden-Württemberg ist eines von sechzehn. Der Wertungsbogen ist deshalb kein fest eingebauter
Bestandteil, sondern eine Datei mit Stand-Datum — mitgeliefert ist die Ausgabe vom
1. Juni 2026 mit allen 315 Posten des Löscheinsatzes und 123 der sechzehn Module.
Über Katalogdatei einlesen lässt sich ein eigener Bogen übernehmen. Das Format steht im
Ordner wertung/ der Anlage.
Der gewählte Stand wird mit der Abnahme gespeichert: Ein Nachdruck in drei Jahren rechnet noch mit
den Punkten, die an diesem Tag galten.
16 · Häufige Fragen
Zwei Schiedsrichter am selben Bogen — geht das gut?
Ja. Es wird angehängt, nicht überschrieben: Jede Feststellung ist eine eigene Zeile, und der Stand
eines Postens ist die jeweils letzte. Wer denselben Posten ändert, gewinnt — wer einen anderen zählt,
stört nicht.
Ich habe den falschen Trupp bewertet.
Posten mit Minus wieder auf null setzen, dann im richtigen Bogen erfassen. Gelöscht wird dabei
nichts spurlos: Der Verlauf behält beide Setzungen.
Eine Gruppe tritt doch nicht an.
Der Obmann streicht sie im Reiter Gruppen. Sie verschwindet aus den Listen; was schon
erfasst wurde, bleibt im Verlauf.
Der Code funktioniert nicht.
Zehn Stellen, keine Null und kein O, keine Eins und kein I — die sind absichtlich nicht im
Alphabet. Nach zwanzig Fehlversuchen macht der Server zehn Minuten zu; das trifft alle Geräte am
selben Router, deshalb lieber einmal genau hinsehen als zwanzigmal raten.
Muss der Obmann die ganze Zeit online sein?
Nein. Er gleicht ab, wann immer er Netz hat. Die Tafel zeigt den Stand, den sein Gerät kennt.
Kann ich das Werkzeug ohne Server benutzen?
Fast. „Nur auf diesem Gerät“ beim Anlegen — dann ist es ein digitaler Blätterstapel für
einen Schiedsrichter, und zusammengetragen wird wieder von Hand. Ein Server bleibt im Spiel: Das PDF
entsteht dort, nicht im Browser. Wer nicht druckt, überträgt nichts.